Wie wirkt die vorgeburtliche Bindungsförderung?

In der Zeit vor der Geburt lebst du als Mutter mit deinem ungeborenen Baby in engster Verbundenheit miteinander.

Während dieser intensiven Zeit habt ihr beide die Möglichkeit, euch schon früh zu begegnen und aufeinander einzustellen.

Imgrunde passiert das sowieso, denn du bist deinem Baby mit deinen Gefühlen immer präsent. Es nimmt die Freude und Glückligkeit von dir ebenso wahr wie alle besorgniserregenden Gefühle, die es ganz oft am Anfang einer Schwangerschaft gibt. Ein Baby kennt seine Mama. Dein Baby stellt sich auf dich ein. Je früher auch du dein Baby wahrnehmen kannst, desto besser ist eure VerBindung miteinander. Dein Baby fühlt sich von dir wahrgenommen und ernst genommen in seiner Welt. Das stärkt seine Entwicklung schon während der Zeit vor seiner Geburt und eure beiderseitige Vertrautheit für die Zeit nach der Geburt.

 

 

Ablauf der vorgeburtlichen Bindungsförderung

In der 20. - 25. Schwangerschaftswoche ist der Anfang mit einer ausführlichen Anamnese.

 

Im Anschluss daran beginnen die Babystunden. Dies ist die Zeit, in der du über deine eigenen Körperempfindungen zu deinem Baby gelangen kannst. Bis euer Kontakt zueinander gefunden ist, können einige Stunden vergehen. Das ist ganz normal. Die Babystunden sollten wöchentlich stattfinden, nach Möglichkeit am gleichen Tag und zur gleichen Zeit. So kann sich dein Baby auf dich einstellen. Auch wenn du mal keine Lust hast oder du müde bist, ist die Babystunde sehr wertvoll. Es ist die Welt, in der auch dein Baby lebt. Und es hat dir vielleicht doch etwas mitzuteilen.

 

Ab der 37. Schwangerschaftswoche beginnt die Ablösephase, in der die Geburt und der Übergang in die andere, neue Welt thematisiert und vorbereitet wird.

 

Die vorgeburtliche Bindungsförderung endet vor der Geburt.